No Cities to Love

Sleater Kinney – No Cities To Love
Sehr lange ist es her, gut 20 Jahre und ich war auch in etwa im selben Alter. Mitten in der Ausbildung, immer mit etwas Wut im Bauch, gegen die Welt, die Mächtigen oder wie sagten wir: gegen das System. Es war aber auch eine Zeit in der ein Plattenladen noch zu den heiligen Hallen einer Stadt gehörte. So ging dann auch praktisch das ganze Geld in die Anschaffung der neusten Vynil-Scheiben. Die Musik auf diesen Platten war oftmals noch laut und manchmal gar etwas anstrengend. Es war aber nicht einfach der «Scheiss», den sich alle andern so um die Ohren schlugen. Nein, irgendwie wussten wir, was wir uns kauften und anhörten – ist anders – ist eben «relevante» Musik. Zugegeben, das glauben wir wohl heute noch manchmal. Vielleicht nicht mehr mit der gleichen Ernsthaftigkeit. Ich gehöre generell nicht zu dem Schlag Mensch, der fortwährend davon spricht, dass früher alles besser gewesen sei, – und als wir noch jung waren da…

Sleater-Kinney Foto: © Sub Pop Records
Sleater-Kinney Foto: © Sub Pop Records

Trotzdem ist es ein äusserst aufregender Moment, wenn heute eine neue Platte erscheint aus der Zeit von «Bikini Kill», «L7» und eben «Sleater-Kinney»! Wahrscheinlich ist es eben doch «relevanter» als andere Platten die auch gerade eben erscheinen.

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