Frittenbude – Küken des Orion

Frittenbude
Foto: Paul Aidan Perry

Sie sind wohl die grössten Tierliebhaber der deutschen Musikszene. Denn ihre Plattentitel lesen sich als Gesamtwerk etwa so wie ein Prospekt für einen Kleintier-Zoo. Und auch in den Songtitel tummeln sich in treffsicherer Regelmässigkeit irgendwelche Tiere. Musikalisch sagt man gerne sie machen Elektropunk. Da würde man sich stellvertretend wohl auch besser ein Tiernamen aussuchen, egal. Auf jeden Fall macht es immer von neuem Spass sich eine Platte der Frittenbude anzuhören. Gerade auch weil es im gesetzten Alter nicht immer ganz einfach ist, sich auf ein Live-Konzert dieser Band zu begeben. Denn sie lassen es ordentlich wummern und krachen und zwar in ohrenbetäubender Lautstärke.

Als sie das letzte Mal, im Mai 2012, im Dachstock der Reitschule Bern gastierten, mussten wir von UrbanWolf uns eingestehen, dass das ganze «von allem dann doch etwas zu viel» war. Frei nach dem Opener der damals veröffentlichten Platte «Delfinarium», konnten wir uns dies aber auch ohne Scham eingestehen.

Um so schöner, legt die Frittenbude nun eine neue Platte – «Kücken des Orion» – nach. Denn so können wir von UrbanWolf uns wieder mal ne Flasche Bier gönnen, in der Redaktion uns auf die Couch setzen, und uns 80 Minuten lang die volle (dosierte) Dröhnung geben, und das inklusive Saalschutz(!), ohne dass die Kleider am Ende nach altem Öl riechen.

Küken des Orions – Cover

Frittenbude
Küken des Orion
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