Als ich einmal tot war…

daniel mezger

Endlich sah ich hier die Chance was zum Thema «…und mehr» zu machen. Nach einem kurzen Gegencheck musste ich dann leider fast schon desillusioniert feststellen, dass die zu empfehlende Veranstaltungen, zumindest in Bern, schon restlos ausverkauft sind. Was ja grundsätzlich eine gute und auch erstrebende Sache ist. Doch stellt sich so für mich hier natürlich die Frage, macht die Empfehlung dann eigentlich noch Sinn? Oder ist es den Leuten einfach mal, so dir nichts, mir nichts, den Speck durch den Mund gezogen?

Eigentlich wäre ich mir die Sache ja auch gerne selbst anschauen gegangen, doch vielleicht ist das ja Trost für das Publikum, auch ich bin zu spät und werde es leider nicht mehr auf einen der begehrten Plätze im Schlachthaus schaffen.

Da wird nämlich das neue Stück, geschrieben von Daniel Mezger, «ALS ICH EINMAL TOT WAR UND MARTIN L. GORE MICH NICHT BESUCHEN KAM» aufgeführt. In Wien wurde das ganze schon in einer «unpluged»-Version bereits vergangenen Oktober 2014 gezeigt, so berichtet der Standard und der Autor selbst  sagt dazu:

Den Text habe ich dem berner Schauspieler und Performer Dennis Schwabenland auf den Leib geschrieben, inszenieren wird Marie Bues (Leiterin Theater Rampe Stuttgart). Gehen tut es im Stück um den Sänger von «Depeche Mode»: Dave Gahan. es ist allerdings alles andere als ein Biografie-Abend. Viel mehr ein Abend über Biografie an sich. Über das Erzählen des eigenen Lebens. Darüber, wie dringend man offenbar so eine Erzählung braucht.

Mit dem Material des Popvorbildes wird recht eigenwillig umgegangen. Aber seien wir ehrlich: Auch das Popvorbild geht sehr eigenwillig mit seiner eigenen Geschichte um: Nachdem Gahan sich Anfang neunziger vom Boygroupsänger zum Quasi-Grunger gemausert und sich komplett abgeschossen hatte, war er zwei Minuten klinisch tot. und von diesem Totsein erzählt er seither immer und immer wieder in diversen Varianten. Im realen Leben. Und auch im Stück.

Zum Glück hat Daniel Mezger 2012 auch bereits seinen ersten Roman «Land spielen» veröffentlicht. So können die Daheimgebliebenen auch ein paar gemütliche Abende zu Hause verbringen.

Und falls man lieber einige Freunde zu sich zum Essen einladen will, kann man danach auch noch gemütlich zusammen sitzen und die Musik von Maxell90 auflegen.

Er hat einfach an alles gedacht der Herr Mezger. Chapeau!

PS: Ach ja, dann war da ja noch das Jahr 2008! Da gab es noch diese Band «Kreidemezger» Robin Kreide und Daniel Mezger und sie haben zusammen dieses Lied «Heiligi» geschrieben. Wohl einer der besten 15 (Fussball)-Lieder die es je gegeben hat und vielleicht auch je geben wird.

Heiligi – Kreidemezger
Strassenfeger – WM-Musik aus Zürich
pax&moritz, 2008

2 Replies to “Als ich einmal tot war…”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.